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benvenuto
Benvenuto in Italia und willkommen in der Ewigen Stadt. Rom ist nicht nur die Hauptstadt Italiens, sondern auch eine der ältesten Städte, sowie die drittgrößte Stadt der EU. Aber nicht nur Rom ist der Ort des Geschehens, sondern auch das nur ca. 30 km entfernte Gemeinde Fiumicino. Diese ist vor allem für ihren Flughafen berühmt.
Wir sind ein L3S3V3 (empfohlen ab 18) geratetes Real Life Board, welches im Jahre 2021 spielt. Wir sind zwar Privat, könnt aber weiterhin Teil des Forums werden. Wir fragen nur noch über Whitelist das Interesse ab. Wir ignorieren Corona komplett, weswegen wir ein alternatives Universum sind.
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News
09.07.2023
Das la dolce Vita wird ab heute Privat sein. Das bedeutet, dass es zwar weiterhin Zeitsprünge und co geben wird, aber alles Ruhiger sein wird. Gesuche sind noch aktiv, werden auch weiterhin von mir verwaltet. Ihr könnt euch auch weiterhin, unabhängig von Gesuchen, hier anmelden. Das ist ebenfalls weiterhin offen. 19.03.2023
Wir haben ein Welches Gesuch wünscht du dir? eingerichtet, in welchen sowohl unsere Gäste, als auch User, gerne schreiben können, welches Gesuch sie gerne übernehmen würden.

11.03.2023
Leider hat uns Bekky aus Zeitgründen das Team und auch das La dolce Vita verlassen. Wir wünschen ihr alles gute und vielleicht sieht man sich irgendwann wieder.
Applicazioni
gesucht von Lorenzo Moretti in Weibliche Gesuche
29 Jahre
kleine Schwester
frei wählbar
Alexandra Park
Inplaykalender 2021 » [Zum Kalender]
Inplay-Szenen Events Plots Geburtstage
Mai 2021 Es wird immer wärmer und der Frühling neigt sich dem Ende zu. So kommt es im Mai schon zu einer maximalen Temperatur von 24°C, die Minimalwerte liegen bei 13°C. Die Regentage werden weniger, so wird aktuell mit nur 5 Regentagen gerechnet.

Juni 2021 wird ein sehr warmer Monat. Hier kann mit einer Höchsttemperatur von 28°C gerechnet werden, an manchen Tagen wird es aber auch mal maximal 17°C. Die Regenfälle gehen gegen Null und es kann sehr schwül werden. Bleibt Hydriert und sucht euch viel Schatten!

Juli 2021 Es wird noch heißer. So wird eine Temperatur von über 30° erwartet, wobei die Luft in der Innenstadt mehr steht, als in der freien Fläche. Minimalwerte werden so um die 19° erwartet, welche vor allem in den frühen Morgenstunden sein werden. Die Nächte sind lange Hell und manchmal noch sehr warm, weswegen geraten wird, Zimmer abzudunkeln und frühmorgens zu lüften. Wer kann, kann die Klimaanlage anwerfen.
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Allgemeines zu Italien
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Sonstiges
Das Bildungssystem
Wie ist das Bildungssystem in Italien aufgebaut
Das Bildungssystem im Überblick

Alter
Schulstufe
Dauer
Bezeichnung (deutsche Bezeichnung)
3 - 6 JahreVorschulstufe3 JahreScuola dell’Infanzia (Kindergarten)
6 - 11 JahrePrimarstufe5 JahreScuola Primaria (Grundschule)
11 - 14 JahreSekundarstufe I3 JahreScuola Secondaria di Primo Grado (Sekundarschule)
14 - 19 JahreSekundarstufe II3 - 5 JahreLiceo (Gymnasium)
Istituto Tecnico (Fachoberschule)
Istituto Professionale (Berufsfachschule)
ab 19 JahreTertiärbereich1 - 8 JahreUniversità (Universität und Hochschule)
Istruzione e Formazione Tecnica Superiore (Berufshochschule)

Das Schulsystem
Vorschulstufe und Primarstufe
Kleinkinder, welche im Alter zwischen drei Monaten und drei Jahren sind, können in der Kindergrippe (Asilo Nido) betreut werden. Kinder ab 2 1/2 bis drei Jahren werden auf spielerische Weise auf den Pflichtschulbesuch vorbereitet. Hierzu gibt es entweder Halbtags-, als auch ein Ganztagsschulangebot. Die Scuola dell’Infanzia umfasst drei Jahrgangsstufen und gehört zum staatlichen Schulsystem.
Die Grundschule (Scuola Primaria oder Scuola Elementare) bildet den ersten Abschnitt des Pflichtschulbesuches, welcher in der Regel sechs Jahre dauert. Sie umfasst fünf Jahrgangsstufen, welche in drei Zyklen unterteilt sind. Das erste Jahr dient der Einführung, es folgen zwei zweijährige Zyklen.
Die Schüler haben im ersten Jahr 27 Schulstunden pro Woche, was im zweiten Jahr auf 30 erhöht wird, da eine Fremdsprache hinzukommt (meistens Englisch).

Sekundarstufe I
Die Sekundarstufe I ist für Jugendliche im Alter von 11 bis 14 Jahren. Sie umfasst insgesamt drei Jahrgangsstufen. Hier wird meist mit der zweiten Fremdsprache begonnen, welche entweder Deutsch, Französisch oder Spanisch ist. Latein kann als Wahlfach hinzugenommen werden.
Sogenannte istituto comprensivo sind Schulen, in denen Vor-, Grund- und Mittelschule unter einem Dach sind. Dieser Begriff wird ebenfalls für die Schulen in der Nachbarschaft verwendet, wenn diese zusammen verwaltet werden.

Sekundarstufe II
Ab der neunte Jahrgangsstufe (die Jugendlichen sind in der Regel 14 Jahre) müssen sie sich für ihren weiteren Werdegang entscheiden. Ihnen stehen hierbei drei Wege zur Verfügung:
  • das Gymnasium (liceo)
  • die praxisorientierten Fachoberschulen (istituto tecnico)
  • die Berufsfachschule (istituto professionale)

Seit 2000 hat Italien eine zwölfjährige Bildungspflicht (vor 2000 waren es nur acht Jahre). Dies verfolgt den Grundsatz, dass niemand das Bildungssystem verlassen soll, ohne einen berufsqualifizierenden Abschluss erreicht zu haben. Aktuell umfasst die Schulpflicht zehn Jahre. Diese können zugunsten einer dualen Berufsausbildung aufgegeben werden, sofern Mittelschule und das erste Berufsfachschuljahr erfolgreich abgeschlossen wurden. Jugendliche werden mit Vollendung des 18. Lebensjahr und einer ersten berufsqualifizierenden Abschluss von der Pflicht entbunden.

Die Erlangte Hochschulreife wird je nach Abschluss und Schultyp bezeichnet. So gibt es z.B. diploma di maturità classica, maturità tecnica oder maturità professionale. Die Prüfungen werden zentral vom Ministerium gestellt. Nur Südtirol bildet hier eine Ausnahme, kommen hier die staatlichen Prüfungen in einen abweichenden Format, da einige Fächer übersetzt und in anderen Fächern durch andere ersetzt werden.

Liceo (Gymnasium)
Es gibt insgesamt sechs Arten
  • Liceo Classico (Humanistisches Gymnasium)
  • Liceo Scientifico (Mathematisch-naturwissenschaftliches Gymnasium)
  • Liceo Artistico (Kunstgymnasium)
  • Liceo Linguistico (Neusprachliches Gymnasium)
  • Liceo Musicale e Coreutico (Musisches Gymnasium)
  • Liceo delle Scienze Umane (Sozialwissenschaftliches Gymnasium)

Das traditionell oft gelehrte Latein wurde in Italien stark eingeschränkt, so ist es auf den Kunst- und Musischen Gymnasien nicht mehr Pflicht, an naturwissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Gymnasien gibt es besondere Zweige, bei denen ebenfalls darauf verzichtet wird.
Die verschiedenen Gymnasien zeichnen sich dadurch aus, dass sie jeweils verschiedene Fächerschwerpunkte besitzen, welche vor allem in den letzten drei Schuljahren Schwerpunkte sind.

Das Liceo Classico (humanistische Gymnasium) legt den Schwerpunkt auf humanistischen Bereichen und den Sprachen Latein und Altgriechisch. Als lebende Fremdsprache wird mittlerweile Englisch unterrichtet.
Das Liceo Scientifico (Mathematisch-naturwissenschaftliches Gymnasium) konzentriert sich auf die naturwissenschaftlichen Fächern.
Das Liceo Artistico (Kunstgymnasium) hat, neben der klassischen Kunsterziehung, auch modernere Inhalte wie Multimediakunst oder Design.
Das Liceo Linguistico (Neusprachliches Gymnasium) behandelt drei lebende Fremdsprachen als Pflichtfächer.
Das Liceo Musicale e Coreutico (Musisches Gymnasium), welches früher Teil der Musikhochschulen war, ist es eines der jüngsten Gymnasien. Hier herrscht der musikalische Schwerpunkt.
Das Liceo delle Scienze Umane (Sozialwissenschaftliches Gymnasium) entstand als der Umbenennung der ehemaligen Lehrerbildungsanstalt, an welcher früher Grundschullehrer ausgebildet wurden.
Wirtschafts- und technologische Gymnasien wurden nach mehreren Versuchen wieder rückgängig gemacht oder aber in (lateinlose) Zweige in den sozialwirtschaftlichen oder naturwissenschaftlichen Gymnasien integriert.
Manche Gymnasien haben ein besonderes Sport-Angebot und bieten angehenden Leistungssportler einen, auf sie zugeschnittenen, Unterricht an.

Istituto Tecnico (Fachoberschule)
Insgesamt gibt es neun Fachoberschulen.
  • Istituto Tecnico Commerciale (FOS Ausbildungsrichtung Wirtschaft)
  • Istituto Tecnico Industriale (FOS Ausbildungsrichtung Technik)
  • Istituto Tecnico Agrario (FOS Ausbildungsrichtung Agrarwirtschaft )
  • Istituto Tecnico Nautico (FOS Ausbildungsrichtung Seefahrt)
  • Istituto Tecnico Aeronautico (FOS Ausbildungsrichtung Luftfahrt)
  • Istituto Tecnico per Geometri (FOS Ausbildungsrichtung Vermessungswesen )
  • Istituto Tecnico per Geometri (FOS Ausbildungsrichtung Vermessungswesen)
  • Istituto Alberghiero (FOS Ausbildungsrichtung Touristik)
  • Istituto Magistrale (Ehemalige Lehrerbildungsanstalt)
  • Scuola magistrale (Kindergärtnerinnenschule)

Seit 2010 gibt es noch Folgende Ausbildungsrichtungen mit elf Fachrichtungen:
  • Istituto Tecnico Economico (Wirtschaftsfachoberschule)
    • Verwaltung, Finanzen und Marketing
    • Tourismus
  • Istituto Tecnico Tecnologico (Technologische Fachoberschule)
    • Maschinenbau, Mechatronik, Energie
    • Transport und Logistik
    • Elektronik und Elektrotechnik
    • Informatik und Telekommunikation
    • Grafik und Kommunikation
    • Chemie, Werkstoffkunde und Biotechnologie
    • Stoffe, Kleidung und Mode
    • Landwirtschaft und Agraindustrie
    • Bauwesen, Umwelt und Raumplanung

Die ersten zwei Jahre sind meist allgemeinbildende Jahre, darauf folgt die fachpraktische Ausbildung, welches in den Lehrwerkstätten, Laboratorien und ähnlichen Einrichtungen stattfindet. Auch kommt es zu Praktika in Unternehmen. Der italienische Ausdruck tecnico bedeutet nicht, wie vielleicht auf den ersten Blick angenommen, 'Technik' sondern in diesem Fall 'Fach'.

Istituto Professionale (Berufsfachschule)
Seit 2010 gibt es eine klare Trennung zwischen staatlichen Berufsfachschule und den Berufsschulen der Regionen. Grundsätzlich werden zwei Abschlüsse angeboten:
nach zwei Jahren: diploma di maturità professionale, die als „Berufsmatura“ bezeichnete Hochschulreife
nach drei Jahren: qualifica professionale als berufsqualifizierenden Abschluss
Die Regionalen Berufsschulen dauerten in der Regel zwei bis drei Jahren, doch seit der jüngsten Reform wurden diese Zyklen zum Teil verändert und sind nun flexibler. Dies ermöglicht die Kooperation zwischen den beiden Schulformen. In Südtirol untersteht das berufliche Bildungswesen ganz dem Land.

staatliche Berufsschule
In den staatlichen Berufsschulen gibt es seit 2010 vier- bis fünfjährige staatliche Ausbildungsgänge. Im Auftrag der Regionen werden dort regionale Ausbildungsgänge durchgeführt, welche drei Jahre dauern.
Gemäß eines einheitlichen rechtlichen Rahmen kann nach drei Jahren ein Berufsbefähigungszeugnis (Qualifica di Operatore Professionale) erworben werden. Nach vier Jahren erhält man das Berufsbildungsdiplom (Diploma Professionale di Tecnico) und nach fünf Jahren die berufliche Hochschulreife (Diploma di Istruzione Professionale). Je nach Region und Schule unterscheiden sie sich in kleinere Besonderheiten. So kann das erste oder die ersten zwei Schuljahre als, vorwiegend, berufliche Orientierung dienen. Bei bestimmten Ausbildungsgängen ist eine fünfjährige Fachausbildung vorgesehen, mit der man die Hochschulreife automatisch erreicht. Die praktische Ausbildung erfolgt in Lehrwerkstätten und im Rahmen von Betriebspraktika.

Folgende Ausbildungsrichtungen gibt es:
Ausbildungsrichtung Fachrichtung
Industrie und Handwerk Handwerkliche und industrielle Produktion
Wartung und technische Unterstützung
Dienstleistungsbereich Landwirtschaft und ländliche Entwicklung
Soziales und Gesundheit
Gastronomie und Hotellerie
Handel

Diese unterteilen sich dann je nach Berufsbild weiter in Fachklassen.

Regionale Berufsschule
Zunächst war geplant, dass die Verantwortung über die Berufsschulen den italienischen Regionen übergeben werden sollte. Dies wurde aber nicht umgesetzt, weil man den staatlichen Einfluss für die Berufsbildung für stabilisierend hält und so weiterhin eine Einheitlichkeit gewährleistet werden kann. Auch haben die unzureichenden Standards in der Berufsausbildung mancher südlicher Regionen dagegengesprochen.
Aktuell ist es so, dass in mehreren Regionen eine Mischform eingeführt wurde. So dass nach Durchführung von dreijährigen regionalen Ausbildungsgängen an staatlichen Berufsfachschulen noch weitere Kooperationen möglich sind. Folglich kann man das erste Berufsschullehrjahr in staatlichen Berufsfachschulen absolvieren, die restlichen in einer regionalen Bildungsanstalt. Die staatlich anerkannten regionalen Abschlüsse ermöglichen eine Fortsetzung der Ausbildung an staatlichen Schule. Das kann bis zur Hochschulreife gehen. Spätere Aus- und Fortbildungskurse sind i.d.R. kostenpflichtig, in vielen Fällen gibt es jedoch öffentliche Förderprogramme. Dies gilt auch bei Umschulungen.

Bei den regionalen Berufsschulen legen die Regionen selbst den rechtlichen Rahmen fest und überlassen das Nähere und insbesondere den Betrieben und den Unterhalt der Berufsbildungseinrichtung den unteren Gebietskörperschaften, die bei ihren Planung von den Bedürfnissen der örtlichen Wirtschaften leisten lassen. I.d.R. ist eine dreijährige Vollzeitausbildung vorgesehen. Der praktische Teil wird in eigenen Lehrwerkstätten oder im Rahmen von Betriebspraktika absolviert. Dieser Ansatz überwiegt vor allem in Regionen mit hoher Jugendarbeitslosigkeit. So weit wie möglich hat man sich ansonsten an der im deutschen Raum weit verbreiteten dualen Ausbildung orientiert.

Tertiärbereich
In Italien gibt es im europäischen Vergleich nur wenige Menschen mit einem Universitäts-Abschluss, da ein Studium für italienische Studenten eine große Herausforderung ist. Anders als zum Beispiel in Deutschland gibt es in Italien keine staatlichen Hilfen wie Bafög. Die Studenten müssen selbst für ihren Lebensunterhalt aufkommen, was das Studium noch zusätzlich erschwert. Ein anderer wichtiger Grund ist, dass viele Menschen im Anschluss an ihr Studium keinen Arbeitsplatz finden oder aber nur schlecht bezahlt werden. Die italienischen Universitäten bereiten nämlich nicht auf einen erfolgreichen Berufseinstieg vor, sondern lediglich auf eine akademische Tätigkeit. Dies hat zur Folge, dass ein Universitätsabschluss auf dem italienischen Arbeitsmarkt keine hohe Relevanz hat und Absolventen nicht mehr qualifiziert als andere Abschlüsse.

Selbstverständlich gibt es in Italien dennoch Berufe welche zwingend ein Studium voraussetzen, z.B. Ärzte und Chirurgen, Veterinärmediziner, Anwälte, Pharmazeuten, Lehrer, Architekten.

Universitäten und Hochschulen
Folgende Abschlüsse können an Universitäten und Hochschulen erreicht werden:
Abschluss
Dauer
Laurea (Bachelor)3 Jahre
Laurea magistrale (Master)2 Jahre
Dottorato di ricerca (PhD/Doktorgrad/Doktortitel)3-5 Jahre

Folgenden Studiengängen werden als einstufiger Masterstudiengang absolviert:
Studiengänge
Dauer
Architettura (Architektur)5 Jahre
Ingegneria edile e architettura (Bauingenieurwesen und Architektur)5 Jahre
Farmacia (Pharmazie)5 Jahre
Chimica farmaceutica (pharmazeutische Chemie)5 Jahre
Giurisprudenza (Rechtswissenschaften)5 Jahre
Scienza della formazione (Lehramt)5 Jahre
Veterinaria (Veterinärmedizin)5 Jahre
Medicina e Chirurgia (Medizin und Chirurgie)6 Jahre
Odontoiatria e Protesi dentaria (Zahnmedizin und Zahnprothetik)6 Jahre

Beim einstufigen Masterstudiengang handelt es sich um ein fünf- bzw. sechsjähriges Studium, welches direkt nach dem Abitur begonnen wird und keinen Bachelor voraussetzt - da dieser bereits mit erworben wird.

Genau wie in Deutschland gibt es auch in Italien zulassungsbeschränkte Studiengänge. Sie verfügen über eine vom Bildungsministerium festgelegte Anzahl an Studienplätzen. Die Studienplätze werden nach einem Ranking der erzielten Punkte im Auswahltest vergeben.
Folgende Studiengänge sind zulassungsbeschränkt:
  • Medizin und Chirurgie
  • Zahnmedizin und Zahnprothetik
  • Veterinärmedizin
  • Architektur
  • Bauingenieurwesen und Architektur

Berufshochschulen
Die Istruzione e Formazione Tecnica Superiore, kurz IFTS, besteht aus Ausbildungsgängen zwischen 800 und 1.200 Stunden über zwei Semester verteilt. Mindestens 30% der Stunden werden als Betriebspraktikum absolviert.

Berufshochschulen können von Personen mit Abitur oder Fachabitur besucht werden. Aber auch Schüler welche in die fünfte Klasse des Gymnasiums aufgenommen wurden können Kurse besuchen. Personen die nicht über die geforderten Abschlüsse verfügen, können einen Aufnahmetest ablegen, der ihnen die mathematischen und sprachlichen Mindestanforderungen bescheinigt.

Mindestens 50% des Unterrichts müssen von Fachkräften aus der Arbeits- und Berufswelt abgehalten werden. Unterstützt werden sie dabei von Lehrern.

Die Kurse des IFTS sind auf den Ausbildungsbedarf der Region ausgerichtet und beziehen sich auf die Produktionssektoren, welche für jeden Dreijahreszeitraum neu identifiziert werden.
Die Branchen sind:
  • Landwirtschaft
  • Öffentliche Dienste und private Dienste von sozialem Interesse
  • Industrie und Handwerk (Fertigung, Informations- und Kommunikationstechnologien - IKT, Bau)
  • Handel, Tourismus und Verkehr
  • Versicherungen und Finanzdienstleistungen

Weiteres zu staatlichen Schulen
Fächer
Alle staatlichen Schulen (auch Oberschulen) sehen einen gleichen Pflichtteil der Fächer vor, nur wenige (10-20%) sind Wählpflichtfächer. Über die Stundentafel entscheidet aber die Schule, im Rahmen der allgemeinen Vorgaben, selbst. Schüler sind die gesamte Schulkarriere über in feste Klassen eingeteilt, welche nur durch Schulwechsel oder Wechsel der Schulstufe geändert werden.

Unterrichtssprachen in Südtirol und Aostatal
Südtirol Unterrichtssprachen wahlweise Deutsch, Ladinisch oder Italienisch. Dies geschieht aber auf getrennte Schulen (also Deutschsprachige Schule, Ladinischsprachige Schule und Schule mit italienisch als Unterrichtssprache)
Aostatal Unterrichtssprachen sind hier Italienisch und Französisch.

Religionsunterricht
Religionsunterricht ist charakteristisch für italienische Schulen. In der Grundschule wird sich mit katholischem Bibelunterricht beschäftigt, die Mittelschulen behandeln auch die anderen Weltreligionen und die Oberschulen gibt die ethische und moralische Erziehung. In allen Schulstufen kann der Religionsunterricht auch abgewählt werden.

Noten
Hat ein Schüler/eine Schülerin das Schuljahr nicht mit genügend Ergebnissen abgeschlossen, kann diese/r nicht versetzt werden. So muss (nach der Pflichtschule: kann) diese/r das Schuljahr wiederholen. Passiert dies zweimal, kann die Schule die Wiedereinschreibung verweigern. Das Einschreiben in eine andere Schule des gleichen Typs ist aber weiterhin möglich.

Der Klassenrat trifft die Entscheidung über die Versetzung, welcher eine Versammlung sämtlicher Lehrer einer Klasse ist. Im Zweifel entscheidet entweder der Klassenlehrer oder der Schuldirektor über die Versetzung. In der Grundschule erfolgt die Nichtversetzung in der Regel nur nach Zustimmung der Eltern.

Seit 2009 muss das Schuljahr in Oberschulen in allen Fächern positiv abgeschlossen sein, bevor man vorrücken darf. Zuvor war dies mit Vorbehalt möglich, es musste aber im Folgejahr eine Nachholprüfung geschrieben werden. Aktuell muss der Schüler seine Lernrückstände innerhalb der Sommerferien nachholen und Anfang September, bevor das neue Schuljahr beginnt, eine Prüfung in den aufgeschobenen Fächern absolvieren. Sind die Resultate positiv, darf der Schüler vorrücken, wenn nicht, muss dieser die Klasse wiederholen.

Notenskala 0 - 10. 0 - 5: negativ, 6 - 10: positiv.

Privatschulen
Privatschulen, welche die gleichen Standards und Voraussetzungen erfüllen wie staatliche Schulen, werden als 'paritätische' oder gleichgestellte Schulen bezeichnet. Die Abschlüsse und Zeugnisse entsprechen rechtlich denen der staatlichen Schulen.
An staatlich anerkannten, aber nicht gleichgestellten, Privatschulen kann die Schul- oder Berufsausbildungspflicht erfüllt werden, jedoch können diese Schulen keine rechtlich gültigen Zeugnisse ausstellen.

Ca. 20% der italienischen Vor-, Primar- und Sekundarschulen sind Privat. 10% der schulpflichtigen Schüler sind dort eingeschrieben, doch bei diesen Zahlen ist zu beachten, dass der Schwerpunkt im Vorschulbereich liegt.

Die Hälfte der Privatschulen sind in kirchlicher Trägerschaft, in der Vergangenheit war dieser Anteil noch höher. Die staatliche finanzielle Unterstützung von Privatschulen ist umstritten, da die Unterrichtsqualität oft nicht an staatliche Schulen heranreicht. Andere Schule, wie das Instituto Massimiliano massimo des Jsuitenordens in Rom, genießen hingegen einen exzellenten Ruf.

Inklusion von Kindern mit Behinderung
Das Gesetz 517 wurde im Jahre 1977 als eine Grundlage verabschiedet, in dem Kinder mit Beeinträchtigungen verpflichtend in die Regelschule eingeschult werden müssen. Damit wurden die ab 1923 gegründeten Sonderschulen und die seit 1908 an Regelschulen bestehenden Sonderklassen abgeschafft. Es bleibt den Schulen vorbehalten, Kinder mit einer Mehrfachbehinderung vom Unterricht auszuschließen. In Grund- und Mittelschule erhalten diese, sowie besonders schwache Schüler mit Lernstörung, eine besondere Lehrkraft, sogenannte "Integrationslehrer", die während des Unterrichtes ausschließlich dem Schüler/der Schülerin zur Seite stehen.

Es gibt folgende Besonderheiten:
  • maximal vier Kinder mit Behinderung oder mit Lernstörung pro Klasse (in der Regel nicht mehr als ein oder zwei)
  • maximal 20 Kinder pro Klasse (ab 21 Schülern wird die Klasse geteilt)
  • ein Stützlehrer (insegnante di sostegno) für ein bis vier Kinder mit Behinderung (ursprünglich 24 Stunden die Woche anwesend, doch auf 12 Stunden die Woche gekürzt).

Beibehalten wurden einige Bildungseinrichtungen für Blinde und Taubstumme, von denen das Istituto Magarotto zu den bekanntesten zählt.

Erwachsenen- und Weiterbildung

Zweiter Bildungsweg
Der nachträglichen Erwerb des Mittel- oder Oberschulabschluss ist in Italien oft über den Besuch der Abendschule möglich. Dabei kann es sich um staatliche und regionale Einrichtungen handeln oder aber auch Privatschulen. Bei Privatschulen sind die Jahrgangs- und Abschlussprüfung an staatlichen Schulen abzulegen.

Bei so genannten „Privatisten“ handelt es sich um die eigenständige Vorbereitung auf die Prüfung zur Erlangung eines oder höheren Schulabschlusses. Dies wird als Nichtschülerprüfung bezeichnet und ist recht verbreitet an staatlichen Oberschulen. Hier bieten verschiedene, meist private, Einrichtungen ihre Unterstützung an.

Volkshochschulen
Das Modell der Volkshochschule (Università popolare) gibt es in Italien schon seit Anfang des 20. Jahrhundert. Gründungsväter sind hier verschiedene Gewerkschaften und die Sozialistische Partei Italiens. Im Zeit des Faschismus wurde es unterdrückt, aufgelöst oder in Parteiorganisationen eingegliedert, bekamen aber unter anderen Namen im zweiten Weltkrieg wieder Aufschwung.
Träger der Volkshochschulen sind i.d.R. gemeinnützige privatrechtliche Organisationen und wohltätige Vereinigungen. Der Großteil dieser Schulen ist Mitglied der „Nationalen Vereinigung der Volksschulen“ (Confederazione Nazionale delle Università Popolari Italiane – CNUPI) oder des „Italienischen Bund für Erwachsenen Bildung“ (Unione italiana di educazione degli adulti – UNIEDA), welche ihrerseits Mitglied des Europäischen Verbandes für Erwachsenenbildung sind. Zudem existiert noch den Verband der Volkshochschulen Südtirols.

Das Angebot ist im Allgemeinen dem deutschen Gegenstück ähnlich. In vielen Fällen bestehen Kooperationen mit staatlichen Universitäten. Mehrjährige berufsbildende Kurse sind oft staatlich anerkannt und besonders in strukturschwachen Gebieten mit hoher Arbeitslosigkeit von großen sozialem Nutzen. Das VHS-Netz ist in verschiedenen Regionen Italien noch relativ weitmaschig, entstanden viele dieser Schulen erst in den letzten zwei oder drei Jahrzehnten.